Tennis Chronik

1983 wurde die Tennisabteilung durch ehemalige Handballspieler, die weiterhin Freizeitsport betreiben wollten, ins Leben gerufen. Als Hauptinitiator und Leiter fungierte Martin Steigüber. Von Anfang an dabei und somit Gründungsmitglieder sind Gerhard Bauersachs, Jürgen Merkle, Walter Schwab, und Wolfgang Schmidt. Der damalige Kunststoff-Handballplatz wurde für viele Interessenten zum Freizeit-Tennistreff umfunktioniert.

1985 wechselte die Führung der Tennisabteilung in die Hände von Werner Raetsch,  die Mitgliederzahl  stieg auf 20 Personen und es wurde erstmals ein Trainer , Dieter Engelhardt aus Wiesenfeld, verpflichtet, der die Erwachsenen und Jugendliche im Einzelbereich unterrichtete. Nach regelmäßigem Training und Tennistreffs konnte 1986 erstmals ein Vereinsturnier durchgeführt werden. Die Mitgliederzahlen stiegen auf insgesamt 60 Mitglieder an und man organisierte weitere Turniere und Treffs.

1989 übergab Werner Raetsch die Tennisabteilung an Kerstin Friedel. Die steigenden Mitgliederzahlen und die Platznot bzw. keinen geeigneten Tennisplatz für Medenspiele zu haben, erschwerte die Arbeit in der Abteilung besonders. Man organisierte viele kostspielige Hallenstunden und beantragte den Bau von einer Tennisanlage, die in den mittlerweile zum Naturschutzerklärten Gebiet und mit der gesamten Auslagerung des Sportvereines verbundenen Baues, nicht so schnell entstehen konnten. Ab 1991 wurde regelmäßiges Tennistraining im Sommer und Winter für alle Schüler und Jugendliche organisiert und angeboten. In dieser Zeit wurde dann Holger Rebhan als weiterer Tennistrainer verpflichtet. Durch die langfristige Auslagerung der Sportanlage verlor die Tennisabteilung einige Mitglieder. Im Juli 1996 eröffnete man auf neuem Sportgelände die Tennisanlage mit zwei Sandplätze und einem Allwetterplatz zum Spielbetrieb. 1997 begannen wir erstmalig mit der offiziellen Medenrunde der Junioren des Tennisbezirkes, obwohl das Sportheim noch im Rohbau stand. Mittlerweile hatten wir acht Trainingsgruppen und 80 Tennismitglieder.

1999 im November gab Kerstin Friedel die Führung der Tennisabteilung an Karl-Peter Müller ab und unterstützte die Abteilung noch bis 2003 als Jugendleiterin.

Privatfussball

Vor gut 8 Jahren fanden begannen unter dem Namen Trainingsbetrieb. Zu dieser gemähten Wiese nahe Kösfeld.

sich 10 Fußballfreunde zusammen und „Naturfreunde 80“ mit einem losen Zeit spielten wir noch auf einer

Nach längeren Verhandlungen mit der Gemeinde Meeder wurde uns die Benutzung des Gemeindefußballplatzes genehmigt. Erst jetzt war das Fußballspielen mindestens einmal in der Woche möglich.

Seit 1985, als Mitglieder des Sportvereins TSV Beiersdorf, finden die Trainingsstunden in den Sommermonaten jeweils am Donnerstag auf dem Handballgroßfeld in Beiersdorf statt. In den Wintermonaten steht uns die Turnhalle des TV 07 Wiesenfeld zur Verfügung. Neben dem wöchentlichen Training nehmen wir an mehreren Fußballturnieren und Fußballspielen teil. 1987 veranstalteten wir unter der Schirmherrschaft des TSV Beiersdorf auf dem vereinseigenen Sportplatz selbst ein Fußballertreffen. Sechs Stammtischmannschaften spielten hier um die Plätze bzw. Pokale. Unsere Vereinsgruppe zählt momentan 13 Akteure.

Auch in Zukunft hoffen wir auf einen regen Spielbetrieb, obwohl selbst unsere Vereinsgruppe nicht von den Nachwuchssorgen verschont bleibt.

Fussballer 1987

Gymnastik Chronik

Mit dem derzeitigen Jubiläum des Vereins begeht der TSV Beiers­dorf e.V. zugleich das 25jährige Bestehen seiner Gymnastik­gruppe.

Den Anstoß zu ihrer Gründung gab der damalige Wanderwart Willi Pansei. Mit Susanne Roth an der Spitze wurde mit 23 Frauen ver­schiedener Altersklassen am 01.05.1963 der Gymnastikbetrieb auf­genommen. Mit viel Freude und Leidenschaft traf man sich zu den wöchentlichen Turnstunden.

Bis Ende 1967 leitete Susanne Roth die wöcffentlichen Turn­stunden. Im August 1968 übernahm Karin Fiedler die Führung. Ihre Nachfolgerin wurde im Oktober 1970 Renate Elsner. Im Novem­ber 1971 übernahm Birgit von Brase dieses Amt. Seit 1979 hat Gesa Sieber die Gymnastikgruppe als Leiterin ihrer Obhut.

In regelmäßigen wöchentlichen Gymnastikstunden kommen die 25 Frauen mit der Absicht zusammen, die Gesundheit zu fördern. Nicht nur körperliche Ertüchtigung, sondern auch seelische Auf­heiterung und Entspannung runden dieses Treffen ab.

Alljährlich findet ein Ausflug in die nähere oder weitere Um­gebung statt. Eine gemütliche Vorweihnachtsfeier beendet jedes Gymnastikjahr.

Die Gymnastikgruppe kann mit Stolz auf einen ständigen Aufwärts­trend blicken.

Neben der sportlichen Betätigung sind die Gymnastikdamen immer zur Stelle, wenn es darum geht, den TSV bei Veranstaltungen zu unterstützen. Die Gäste werden mit viel Fleiß, Lust und Liebe bedient und mit kulinarischen Genüssen verwöhnt.

Gymnastikdamen 1971

Handball

Der TSV Beiersdorf, der einst im Jahre 1913 als ein Turnverein gegründet und als solcher auch gewirkt hatte, nahm in den Jahren den Gedanken des Sports In seine Reihen auf. Obwohl in den Jahren 1930 und 1931 noch ein reger Turnbetrieb herrschte, fand man dann und wann in den alten Protokollen einmal das Wort „Handball“ verzeichnet. Es war aber nur ein kleiner Kreis jugendlicher Mitglieder, die dieser Sportart zugewandt waren und sich auch in einer einzigen Jugendhandballmannschaft ab und zu einmal zu Wettspielen trafen. Mit Beginn des Krieges war damit auf einmal ein Ende gesetzt.

Die im Jahre 1946 gegründete Handballabteilung hatte von nun an regen Anteil daran den Namen des TSV Beiersdorf über die Grenzen des Coburger Landes hinaus bekannt zu machen.

Der Spielbetrieb begann 1946 mit einer 1. Mannschaft in der I . Liga des Bezirks Oberfranken, einer Jugendmannschaft, die in der Gruppe A spielte sowie einer Schülermannschaft.

Die Begeisterung begann für den Handball, nahm im zweiten Spiel­jahr 1947 in den Reihen der Mitglieder so stark zu, daß bereits neben der 1. Mannschaft, der Jugend und den Schülern eine

1.Mannschaft gebildet wurde, der 1m Jahr 1948 noch eine

2.Mannschaft folgte. Noch im gleichen Jahr fand auch die Bildung einer Damenmannschaft statt, sodaß man mit der Arbeit des Vorstandes, seiner Funktionäre und allen Spielern ein lobenswertes Spiegelbild über den Geist, der alle gemeinsam ver­band, vor Augen geführt bekam. Der Fleiß und der Einsatz der Mannschaften lohnte sich.

Das Jahr 1948 brachte den Aufstieg in die Kreisklasse

In dieser Klasse spielte die 1. Mannschaft bis zum Jahr 1953.

1953 errang das Team mit 40 : 4 Punkten die Meisterschaft, die Teilnahme an den Aufstiegsspielen ermöglichte. Mit 6 : 2 Punkten aus den 4 Aufstiegsspielen schaffte man es in die Bezirksklasse Oberfranken.

Diesen Erfolgen standen unsere Jüngsten in keiner Weise nach. Im Spieljahr 1954/55 errang unsere Schülermannschaft zum 1. mal die Bezirksmeisterschaft.

Auch 1958 machten unsere Jüngsten von sich reden und errangen ungeschlagen den 1. Platz und damit den Titel des Kreismeisters.

Im Spieljahr 1963 nahmen 5 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Die Schüler konnten in der Gruppe C im Feld den 3. Platz, im Kleinfeld den 4. Platz und in der Halle den 3. Platz belegen.

Handball Bezirksmeisterschaft 1963

Die Jugendmannschaft wurde in der Gruppe e leider nur Vorletzter.

Die 2. Mannschaft nahm in der Tabelle den 5. Rang ein.

Der besondere Stolz des Vereins war in diesem Jahr unsere 1. Mannschaft die in überzeugender Manier den Titel des Bezirksmeisters erringen konnte.

Das 50jährige Jubiläum des TSV wurde im großen Rahmen begangen. Ein umfangreiches Handballprogramm erstreckte sich über mehrere Tage, beginnend mit dem 3. Juli, wo die verstärkte 1. Mannschaft Beiersdorf gegen den Süddeutschen Oberligisten TSV Zirndorf antrat. Am 4. und 5. Juli folgten Schülerturniere. Am 6. Juli trat die Jugend zu ihrem Turnier an.

Am Festsonntag spielten die Mannschaften der Bayernliga TV Coburg-Neuses, der Landesklasse TSV Weitramsdorf, der Bezirks­klasse Spvgg Ahorn, SV Weidach, TSV Beiersdorf und der Kreis­klasse HG Marktleuthen, TV 48 Coburg, TSV Großwalbur.

Ein besonderes herzliches Verhältnis besteht seit dem Jahr 1950 mit dem TSV Mainbernheim. Alljährlich besuchten sich die Mannschaften zu Freundschaftsspielen. Das enge Band drückt besonders die Teilnehmerzahl des Jahres 1964 aus, wo nicht weniger als 3 Mannschaften zum Spiel in Mainbernheim antraten. Zusammen mit dem Spielmannszug waren über 100 Beiersdorfer Bürger Gäste in den Mauern des gastlichen Ortes.

Im Jahr 1966 konnte die Handballabteilung ihr 20jähriges Bestehen feiern. Im Rahmen einer Handballwoche beging man vom 14. – 19. Juni 1966 im würdigen Rahmen diesen Geburtstag. Neben einem Schülerturnier wurden an 5 Tagen Handballspiele in Turnierform ausgetragen, an denen beispielhaft renommierte Mannschaften wie TSV Mainbernheim, TSV Großwalbur, ASV Pegnitz, die SV Ahorn, SV Weidach, TV Neuses, VfL 97 Solingen, BSC Rehberge Berlin und natürlich der gastgebende TSV Beiersdorf teilnahmen.

Die Erfolge setzten sich bereits 1968 fort als die 1. Mannschaft auf dem Großfeld überlegen die Meisterschaft in der Bezirksliga errang. Die damit verbundenen Aufstiegsspiele stellten auch keine allzu große Hürde dar und der Aufstieg in die LandesligaNord war perfekt.

Die Bemühungen unserer Kleinsten, sprich unserer Schüler, wurden ebenfalls im Jahr 1968 mit dem Gewinn der Kreismeisterschaft belohnt.

Unsere Alt-Herren-Mannschaft machte 1970 mit dem Gewinn der Kreismeisterschaft von sich reden als sie sich mit 12 : 0 Punkten als die beständigste und beste Mannschaft erwies.

1971 war wieder ein Jahr für unsere 1. Mannschaft. Auf dem Groß­feld wurde man unangefochten Meister. Die gewonnen Ausschei­dungsspiele gegen Augsburg berechtigten dann zum Auftieg in die Bayerische Oberiga.

Im Jahr 1972 wurde unser Alt-Herren-Team mit 10 : 2 Punkten Meister ihrer Klasse und auch die männliche B-Jugend belegte mit souveränen 16 : 0 Punkten den 1. Platz im Kreis.

Nach dem Abstieg 1972 zurück in die Landesliga-Nord sicherte sich unsere 1. Männermannschaft 1973e eut die Meisterschaft dieser Klasse und gewann auch die Aufstiegsspiele zur Bayeri­schen Oberliga gegen Regensburg. Die männliche A-Jugend wurde überlegen Kreismeister und oberfränkischer Meister auf dem Groß­feld. Die B-Schüler wurden auf dem Kleinfeld Pokal sieger. Erst­mals nahm auch eine weibliche Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil.

Das Jahr 1974 brachte für die 1. Mannschaft die Meisterschaft in der Gruppenliga-West (Halle) und stieg in die Bezirkslia auf. Weitere Meisterehren konnte die männliche Al-Jugend sowie die männliche A2-Jugend im Kreis erringen. Die männlichen B-Schüler wurden diesmal Pokalsieger in der Halle.

Das Jahr 1976 brachte den Pokalsieg auf dem Kleinfeld für unsere Männer die in der Gruppe I spielten.

Im Jahr 1977 stieg man wiederum als Meister mit der 1. Männer­mannschaft in der Halle von der Gruppenliga in die Bezirksliga auf. Doch auch unsere E-Schülermannschaft wurde im gleichen Jahr mit 9 : 1 Punkten Hallen-Pokalsieger. In diesem Jahr nahm auch nach langer Zeit wieder ein Frauenteam am Spielbetrieb teil.

Das Jahr 1978 stand ganz im Zeichen unserer Jüngsten: die C-Schüler und auch die D-Schüler wurden jeweils Kreispokal­sieger. Die 1. Mannschaft konnte sich auf dem Großfeld in der Bayerischen Oberliga den Vizemeistertitel hinter dem TSV Zirn­dorf sichern.

Das Spieljahr 1979 brachte für unsere Mannschaften leider nur die Meisterschaft der 11. Mannschaft in der Kreisliga B die da­mit in die A-Klasse aufstieg.

Dann kam das Jahr 1980 – ein großes Jahr für die überaus traditionsreiche Handballabteilung des TSV Beiersdorf. Nach vielen vergeblichen Anläufen wurde ermals in der Vereinsgeschichte der Titel des Bayerischen Meisters auf dem Großfeld. in das kleine Beiersdorf geholt. Und ganz Beiersdorf feferte mit. Doch damit nicht genug – im darauffolgenden Jahr ließ man die Gegner die ganze Stärke des Teams spüren, sodaß es der Truppe gelang den erstmals errungenen Titel des Bayerischen Großfeldmeisters er­folgreich zu verteidigen und wiederum die Meisterschaft ins Dorf zu holen.

Die Kleinfeldmannschaft wurde 1980 Meister in der B-Klasse und die C-Schüler sicherten sich 1981 den ausgespielten Hallenpokal.

Das Jahr 1982 stand ganz im Zeichen der Jugend: unsere jungen Spieler wurden in der Halle mit bravourösen 24 : 0 Punkten Kreismeister und auf dem Kleinfeld konnte mit der gleichen Punktzahl der Kreismeistertitel heimgefahren werden. Das gewonnene Aufstiegsspiel gegen den TV Hallstadt bedeutete den Aufstieg in die Bezirksliga.

Das Jahr 1983 brachte für die Erste auf dem Kleinfeld die B-Klassen-Meisterschaft.

Im Jahr darauf setzte unsere männliche A-Jugend den eingeschlagenen Erfolgsweg fort.

Ein erzielter 2. Platz in der Bezirksliga (Kleinfeld) hinter Meister VfL Neustadt berechtigte zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bayerischen Oberliga (Halle). Die gewonnenen Spiele gegen TV Münchberg, TV Geroldshofen und SV 46 Nürnberg erbrachten den noch freien 8. Platz in der Bayerischen Oberliga , (Bayernliga Nord).

Diese starke Leistung wurde von vielen Handballfreunden auch außerhalb der Spielfelder honoriert: mit der Wahl eines Beiers­dorfer Jugendspielers zum Handballer des Jahres 1984 im Hand­ballkreis Coburg wurde ein hervorragender Beiersdorfer Sportler 1. Sieger – der Torwart der erfolgreichen Jugendmannschaft Sven Baucke.

In sportlicher Hinsicht wurden mit dieser erfolgreichen Truppe im ersten Bayernligajahr ein beachtlicher 4. Platz in der Bayernliga belegt und direkt anschließend in der Kleinfeldrunde in der Bezirksklasse der 1. Platz erkämpft. Diese Meisterschaft berechtigte diesmal automatisch zur Teilnahme in der Hallenrunde 1984/85 in der Bayernliga-Nord. Die zweite Teilnahme in dieser hohen Klasse brachte diesmal sogar ein noch besseres Resultat­ein hervorragender 3. Platz hinter TUSPO Nürnberg und HG Erlan­gen belohnten das junge Team für den gezeigten Einsatz.

Das Spieljahr 1985 stand wiederum ganz im Zeichen der 1. Männer­mannschaft. Eine starke Truppe gewann in dieser Saison einfach alles was zu gewinnen war:

  • Kreismeister auf dem Großfeld

  • Kreismeister auf dem Kleinfeld

  • Oberfränkische Meisterschaft auf dem Kleinfeld

  • Gewinn des Sturm’s Pokals in der Halle

Als einzige kleine „Niederlage“ stand der 2. Platz gespielten Stadtmeisterschaften zu Buche. Der Mannschaft setzte sich auch im Jahr 1986 fort – in liga-West (Halle) wurde man Meister und stieg zum Male in die Bezirksliga auf.

bei den aus­Erfolg dieser der Gruppen-

wiederholten

Doch nicht nur unsere Jugend und Erste machten von sich reden. Unsere „Alten Herren“ waren ebenfalls erfolgreich mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft im Kreis.

Unsere Frauenmannschaft feierte 1986 das 10jährige Bestehen und lud erstmals zu einem Turnier ein. Als eigenes Jubiläumsgeschenk brachten sie einen ausgezeichneten 2. Platz bei den Stadt­meisterschaften im Hallenhandball.

Den Höhepunkt der bisherigen Frauenhandballtradition bedeutete 1987 allerdings der Aufstieg der 1. Frauenmannschaft von der A-Klasse in die Gruppenliga. Mit viel Einsatz und Begeisterung konnte der Klassenerhalt im Jubiläumsjahr gesichert werden, was zu berechtigten Hoffnungen für die Zukunft Anlaß gibt.

Doch nicht nur im sportlichen Bereich ist in einer derart regen Abteilung Erfolg zu vermelden.

So begann man im Jahr 1983 mit der Herausgabe einer Beiersdorfer Handball-Information, die in unregelmäßigen Abständen den Hand­ballfans sowie Freunden und Gönnern der Abteilung angeboten wird.

Auf Initiative der „Alt-Herren-Abteilung“ in der Handball­abteilung kam eine internationale Sportfreundschaft zusammen. Durch mehrere gegenseitige Besuche seit 198~ besteht eine gut harmonierende Verbindung zwischen den Sportfreunden des Universitätssportclubs BEAC Budapest und den Handballern des TSV Beiersdorf zu schließen.

Im geselligen Bereich ist vor allem das seit 1984 jährlich stattfindende Straßenfest hervorzuheben, welches vor allem den Abteilungen des TSV Beiersdorf Gelegenheit gibt sich den Orts­bürgern von Beiersdorf gegenüber darzustellen sowie erste Kontakte von sogenannten „Neubürgern“ und den Mitgliedern des TSV Beiersdorf zu schließen.

Für die kommenden Jahre kann man nur hoffen, daß eine solche traditionsträchtige Abteilung basierend auf eine gute Jugendarbeit noch viel Abteilungs- und Vereinsgeschichte schreiben wird.

1946 – 1963

Nach den Wirren des Krieges und der ersten Zeit der Unsicherheit und jeglichen Vereinsverbotes durch die Besatzungsmacht regte sich in vielen Mitgliedern der Wunsch, die Vereinsarbeit wieder aufzunehmen.

Es war der Initiative von Heinz Jung zu verdanken, daß er in kluger Weise mit den damals zuständigen Stellen in sehr kurzer Zeit erreichen konnte, dem Verein, eine Genehmigung zu verschaffen. um sich neu bilden zu können. Wenn auch die Ge­nehmigung der Militärbehörde viel später eintraf, so hatten sich doch bereits am 1. Mai 1946, dem Ruf von Heinz Jung folgend, 36 Mitglieder zu einer Versammlung eingefunden, um die Vereins­arbeit wieder aufzunehmen und fortzuführen.

Diese Tatsache kann man wohl als erneute Geburtsstunde des TV Beiersdorf betrachten. Wie zielstrebig damals der Verein unter seinem ersten Vorsitzenden Heinz Jung arbeitete, beweist ein Freundschaftsspiel gegen Rodach, das bereits am 4. Juni 1946 auf Beiersdorfer Rasen ausgetragen werden konnte und mit 6 : 6 endete.

 

Von Jahr zu Jahr stieg das Interesse und die Zahl der Neuan­meldungen lag im Jahr 1947 bei 18 und nahm im folgenden Jahr um weitere 28 zu. Das bedeutete eine erhebliche Stärkung des Ver­eins.

In den Sparten Leichtathletik und Handball brachten rege Teil­nahme an den Übungsstunden und Ausdauer bald sichtbare Erfolge; Preise und vordere Plätze waren der Lohn für den unermüdlichen Einsatz der Sportler. Die Arbeit des Vereins nahm einen neuen Aufschwung.

Eine Theatergruppe begann, der Zielsetzung des Vereins folgend, die Dorfgemeinschaft alljährlich mit einem vergnügten Theater­abend zu erfreuen. Sportkamerad Kurt Walther hatte sie ins Leben gerufen und war viele Jahre hindurch ihr erster Leiter. Nach seinem tragischen Unfalltod übernahmen Hugo Bergner, Willi Ponsel und Erich Meyer diese Aufgabe. Diese Spielgruppe bestand bis Ende der fünfziger Jahre und führte ihre Stücke auf der Bühne im Saal des Gasthauses Hanft auf, oft in der Weihnachts­zeit.

19S3 wurde der Spielmannszuains Leben gerufen. Den Anstoß zu seiner Gründung gaben der amalige Vorstand Reinhold Kühn und Sportfreund Karl-Heinz Kupfer, der die Stabführung übernahm. Bei vielen Anlässen half er mit, den Namen des Turnvereins Beiers­dorf bekannt zu machen. Die Klangreinheit und das genaue Spiel fanden öffentliche Anerkennung durch die Verleihung des Prädi­kats „vorzüglich“ beim Wertungsspiel in der Sonderstufe im August 1960 unter der Stabführung von Edgar Bauer.

Im Jahr 19S5 beschloß man, den Vereinsnamen in „Turn- und Sportverein Beiersdorf“ umzuändern, dder Turnbetrieb Immer mehr zuruCkgegangen war und Leichtathletik und Handball einen immer größeren Raum einnahmen. Besonders das Handballspiel wurde mehr und mehr zum Mittelpunkt des sportlichen Betriebes.

50jähriges Vereinsjubiläum

Vom 3. – 7. Juli 1963 feierte der TSV Beiersdorf sein SOjähriges Bestehen mit einem reichhaltigen Festprogramm. Den Auftakt bil­dete bereits am Mittwoch, 3 Juli, das Handballspiel TSV Beiers­dorf (verstärkt) gegen TSV Zirndorf (Süddeutsche Oberliga), ein für Beiersdorf und die rund SOO Zuschauer besonderes Erlebnis.

Festzug mit Herzogin Victoria Adelheid

 50 Jahre TSV Begrüßungsrede

Am 4.,S. und 6. Juli folgte jeweils ein Schülerturnier, am 6. Juli außerdem noch ein Jugendturnier. Am Abend fand unter Mitwirkung des damals vereinseigenen Spielmannszuges und des Ge­sangvereins ein Festkommers unter der Schirmherrschaft des 1. Bürgermeisters von Beiersdorf, Fritz Sadlowski, statt. Dazu konnte der Vorstand zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen. Hauptlehrer Ernst Thamm schilderte die bewegte Vereinsgeschichte von 1913 bis 1963. Dann folgte der Reigen der vielen Gratu­lanten.

1913 – 1946

1913 – 1946

Protokoll über Gründung des Turnvereins Beiersdorf am 8. März 1913. Dem Zuge der Zeit folgend wurde beabsichtigt, im Dorfe einen Turnverein ins Leben zu rufen, wozu wir die hiesige Einwohnerschaft freundlichst dazu einladen. Dieses Bestreben wurde auch von dem Turnverein Neuses tatkräftig unterstützt. Den Vorsitz bei der Versammlung hatte der Vorstand des Neuseser Turnvereins Herr Paul Schuricke, welcher sich über das Thema „Zweck und Ziele der deutschen Turnerschaft“ in weitgehendstem Maße äußerte. Dann ergriff Herr Heß – Neuses, das Wort und feuerte durch seine Rede sämtliche Anwesenden an, durch Unter­schrift bezeugen zu wollen, der Turnsache förderlich und dienst­lich zu sein. Bei umgehender Liste waren es 34 Mann, welche sich unterzeichneten.

Als man die Sammelbüchse herumgehen ließ, waren bei Entleerung derselben 9,68 Mark enthalten.

Hierauf wurde dann die Versammlung um 11 Uhr geschlossen.

Fr. Beyer,

Hermann Wolf, Schriftwart“

Soweit der Wortlaut des Gründungsprotokolls, das uns leider keine Auskunft über die 34 Gründungsmitglieder gibt.

Der junge Verein gab sich schon sehr bald seine erste Vorstand­schaft :

  1. Vorsitzender:
  2. Vorsitzender:
  3. Turnwart
  4. Turnwart Schriftwart Kassier

Zeugwart Ausschußmitglied

Fritz Beyer

Lehrer Karl Reichardt Hermann Trier

Enno Rauschert Hermann Wolf

Arthur Hanft

August Krämer

Eduard Kupfer

 

Der rührige Vorstand ging sofort daran, die notwendigsten Geräte zu beschaffen. Im Werte von 105 Mark erstand man sich alsbald einen Barren, eine Hantel, einen Stein und eine Kugel. Noch war nicht das erste Vierteljahr zu Ende, da gehörte auch ein Reck im Werte von 54 Mark dem Verein zu eigen. Neben diesen Anschaf­fungen lief dann ein langes Bemühen um einen Turnplatz.

Man muß sich heute wundern, mit welcher Bescheidenheit und Ein­fachheit diese Männer ihre Arbeit aufgenommen und fortgesetzt haben, wie sie beglückt waren, vorerst einmal auf einem kleinen, bescheidenen Plätzchen am Westausgang des Dorfes ihre Geräte zur Aufstellung zu bringen, um dort der Turnsache mit Freude und Hingabe zu dienen.

Ihr reger Betrieb an den Übungsabenden lockte wohl manchen Zu­schauer an und sehr bald schon hatte man im 1. Turnwart Hermann Trier einen Rufer gefunden, der die Aufstellung einer Damenriege vorschlug. Aber die Beiersdorfer Mädchen wurden zwar enttäuscht, denn noch lehnte die Versammlung den Vorschlag ab.

Hermann Triers vorausschauender Blick war zunächst nicht ver­standen worden, aber er hatte in seiner Absicht wenigstens erst einmal den Anstoß zur späteren Gründung einer Damenriege gege­ben.

Der neugegründetete Verein setzte seine selbstlose und freudige Arbeit an der Turnsache auch in die Tat um. Nach knapp einem Jahr fleißigen Übens zeigten sich die ersten Früchte. Auf den Turnfesten des Jahres 1914 waren überall Beiersdorfer Turner zu sehen, so in Niederfüllbach, Weitramsdorf und Neuses bei Coburg. Das Gauturnfest in Neustadt sollte das letzte sein, das unsere Turner für lange Zeit besuchen konnten.